Großeinsatz für ein Pferdeleben

Drei Feuerwehren und zwei Tierärzte befreiten einen Wallach nach drei Stunden aus einer drei Meter tiefen Zisterne.

Die Situation für das Pferd war kritisch: "Bambusz" war gestern in Maria Anzbach durch eine kleine nicht gesicherte Öffnung in eine drei Meter tiefe Zisterne gestürzt. Der Wallach blieb bis zum Hals in einem Gemisch aus Schlamm und Wasser stecken. Bei der örtlichen Feuerwehr schrillten um 11.34 Uhr die Alarmglocken. Nur wenige Minuten später war sie am Unglücksort. "Das Tier war panisch und dann müde. Es wollte sich hinlegen", schilderte Kommandant und Einsatzleiter Josef Ertl. Das hätte Bambusz in dieser Situation wohl das Leben gekostet.

Die Einsatzkräfte begannen mit dem auspumpen der Flüssigkeit. Die Feuerwehren aus Unter Oberndorf und Eichgraben kamen zur Hilfe. Zwei Tierärzte wurden dazu gerufen. Einer davon, Werner Friedrich aus St. Christophen übernahm einen heiklen Part: Er stieg über eine Leiter in die Zisterne ab. "Das Tier ist in halben Meter Schlamm gesteckt", sagt Friedrich. "Es konnte sich nicht mehr bewegen." Er stellte den Wallach ruhig damit er nicht erstickt. Inzwischen überlegten die Feuerwehrleute - 30 waren im Einsatz-, wie sie "Bambusz" befreien können.

Kopf voran. Zunächst dachten sie daran das Loch zu vergrößern. "Es ist ungewöhnlich dass so ein großes Tier, durch so eine kleine Öffnung fallen kann", sagt Ertl. Doch dann beschlossen sie, das Tier "auszufädeln". Der Veterinärmediziner legte mehrere Gurte an. Mittels Last kran wurde der Wallach langsam angehoben. "Kopf voran"bis er wieder an der frischen Luft war.

Das Tier war unterkühlt und völlig erschöpft, hatte aber außer Abschürfungen keine Verletzungen. Die Bergung dauerte mehr als drei Stunden. "Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt dass wir das Tier retten können", sagt Ertl. Mit Erfolg.

(Quelle: Kurier NÖ MITTE, 5. Jänner 2012)

 

Ein starkes Team
für unseren Ort.

 

 

ERREICHBARKEIT

HBI Josef Ertl (Kommandant)
Handy 0664 / 187 17 60

OBI Harald Jokl (Stellvertreter)
Handy 0660 / 54 44 255

 

E-Mail an das Kommando
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!