Er hat gleich das Zuckerl aus der Hand gefressen

MARIA ANZBACH /  „Es ist ja nur mein Job“, zeigt sich Tierarzt Werner Friedrich bescheiden. Er und Feuerwehrmitglieder aus Maria Anzbach, Unter-Oberndorf und Eichgraben retteten am Mittwoch ein Pferd, das in eine große Zisterne, gefüllt mit Wasser, Gülle und Kot, gestürzt war.
Josef Ertl, Kommandant der Feuerwehr Maria Anzbach und Einsatzleiter der Pferderettung am Gut Aichhof, streut ihm und den Feuerwehrkameraden Rosen: „Dr. Friedrich hat alles total ruhig und souverän gemeistert. Ich bin stolz auf ihn und natürlich auch auf die Kameraden.“

Unendlich froh, dass alles gut gegangen ist, ist auch Felicitas M., die Besitzerin von „Bambusz“: „Ich bin allen so dankbar, dass sie mein Pferd gerettet haben, mit einer so großen Rücksicht auf das Tier und so einer Professionalität.“ Am Mittwoch Mittag hörte eine Stallmitarbeiterin am Gut Aichhof in Maria Anzbach das Wiehern eines Pferdes. Eigentlich nichts Ungewöhnliches auf einem Pferdehof, doch plötzlich entdeckte sie ein Tier, das in ein rund ein Mal ein Meter großes Loch gestürzt war. Sofort alarmierte sie die Besitzerin und die Feuerwehr. „Mein Handy hat an diesem Tag gestreikt, zu Mittag hatte ich acht Anrufe in Abwesenheit vom Pferdehof, sofort machte ich mich von Wien auf den Weg nach Maria Anzbach“, erinnert sich M.

Gefahr: Weitere Öffnung  in der Zisterne entdeckt

In der Zwischenzeit machten sich auch die Florianis und Tierarzt Werner Friedrich an die Arbeit. Der Tierarzt kletterte in die Zisterne, beruhigte das Tier und legte ihm Schlaufen um, damit es geborgen werden konnte. „Wir mussten immer wieder die Flüssigkeit abpumpen, damit das Pferd nicht ertrinkt“, erinnert sich Josef Ertl. Als es dann gesichert wurde, konnte es mit dem Kran der Feuerwehr Eichgraben und Menschenskraft aus der misslichen Lage ohne weitere Verletzungen befreit werden. „Bambusz ist ein Therapiepferd mit gutmütigem Charakter, wahrscheinlich ist er deshalb so ausgesprochen ruhig geblieben“, erinnert sich Felicitas M. „Er hat mir dann gleich das Zuckerl aus der Hand gefressen.“ Als die Decke der Zisterne abgeräumt wurde, entdeckten die Florianis eine weitere Öffnung. „Gottseidank ist beim Einsatz niemand eingebrochen, das hätte schlimm enden können“, so Ertl.

„Bambusz“ hat außer ein paar Abschürfungen, etwas erhöhter Temperatur und einer verhärteten Rückenmuskulatur seinen Sturz in eine Zisterne relativ gut überstanden - dank der Florianis und Tierarzt Werner Friedrich.

(Quelle NÖN Ausgabe 02/2012)

 

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