Brand in Mühle Meierhöfen
Ein Brand in der Mühle Meierhöfen war der Anlass, dass Ulanrittmeister der Reserve Hans Eckert 1885 eine Privatfeuerwehr gründete. Die Ausrüstung bestand aus einer Handspritze, Schläuchen, Feuerhaken, Feuerpatschen, Leitern und Wassereimern, die privat in Hofstatt 18 untergebracht waren. Die Uniformierung stammte vermutlich aus alten Militärbeständen.
Gründung FF Anzbach
Am 29.8.1895 erfolgte die Eintragung im Protokollbuch des NÖ Landesfeuerwehr-verbandes für die Freiwillige Feuerwehr Anzbach. Somit ist der 29. August 1895 der offizielle Gründungszeitpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Anzbach. Erster Kommandant war Hans Eckert, sein Stellvertreter Ludwig Strobl. Insgesamt betrug der Mannschaftsstand 30 Personen gegliedert in 3 Steiger, 18 Spritzenmänner und 9 Mann Schutzmannschaft.
Anmerkung: Bis zur Markterhebung im Jahr 1933 hieß unser Ort nur Anzbach. Erst 1933 mit der Markterhebung wurde aus dem Ort Anzbach – die Marktgemeinde Maria-Anzbach. (Schreibweise mit Bindestrich bis 2022).
Ankauf Dampfspritze
Nach dem Ableben des Hauptmann Eckerts wurde 1907 Karl Gfatter zum neuen Hauptmann gewählt.
Im Jahre 1907 wurde mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung der gesamten Bevölkerung eine Dampfspritze gekauft. Durch Befeuerung des Kessels wurde in diesem der nötige Dampfdruck erzeugt, mit dem die Pumpe betätigt und das Löschwasser gefördert wurde. Das aufbereitete Heizmaterial wurde schon nach der Alarmierung im Gerätehaus gezündet, musste während der Anfahrt der mit Pferden bespannten Spritze fortgesetzt und über die Zeit des Einsatzes ständig betreut werden, damit der nötige Dampfdruck erzeugt und vorhanden war. Dafür waren die beiden Heizer und Maschinisten, der Schmiedemeister Lambert Flöck und der Sohn des Hauptmannes Franz Gfatter verantwortlich.
Brand in Burg Neulengbach
Im Jänner 1912 brach ein Brand in der Burg Neulangbach aus. Auch die FF Anzbach rückte aus. Aufgrund der eisigen Winternacht gefror das Löschwasser in den Schläuchen.
Bezirksfeuerwehrtag in Anzbach
1925 fand der Bezirksfeuerwehrtag in Anzbach bei strömenden Regen statt. Im Rahmen der Veranstaltung gab die soeben gegründete Feuerwehrmusikkapelle Anzbach-Unter-Oberndorf unter ihrem Kapellmeister Johann Maurer ihr Debüt.
neuer Hauptmann Kühbock
1929 verstarb Hauptmann Karl Gfatter. Sein Nachfolger wurde Johann Kühbock.
Ankauf Motorspritze
1931 wurde die erste Motorspritze erworben. Die Patenschaft übernahm Frau Baronin Ludwiga von Bongat. Das benzinbetriebene Aggregat, mit einer Förderleistung von 750 Liter Wasser pro Minute, war auf einen Einachsanhänger montiert und wurde vorerst von einem Pferdegespann transportiert.
Ankauf 30er Steyr
Mit dem Kauf eines 30er Steyr und dessen Umbau war die FF Anzbach zum erstenmal motorisiert. Der erste Maschinist dieses Feuerwehrfahrzeuges war Johann Hießberger.
Markterhebung Anzbach
Anlässlich der Gedenkfeier zum 250 Jahre Bestehen zur Befreiung Wiens vor der 2. Türkenbelagerung (12. September 1683) durch das Entsatzheer unter polnischen König Jan Sobieski III. kam es zur Markterhebung von Anzbach und zur Umbenennung in Maria-Anzbach. (Schreibweise bis 2022 mit Bindestrich)
Umorganisation der Freiwilligen Feuerwehren unter dem NS-Regime
1938 mit dem „Anschluss“ von Österreich an das Deutsche Reich und der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es in Folge (1939) zu einer nachhaltigen Änderung der Feuerwehrorganisation. Es wurden die Freiwilligen Feuerwehren aufgelöst. Die Freiwilligen Feuerwehren wurden umgestaltet in eine reichseinheitliche, vom Führerprinzip gehorchende Hilfspolizei. Pro Gemeinde sollte nur mehr eine Feuerwehr bestehen, die eine Gemeindeeinrichtung war. Das Vermögen der Freiwilligen Feuerwehren ging auf die Gemeinden über. Auch die Freiwillige Feuerwehr Anzbach wurde entsprechend aufgelöst und wurde als Hilfspolizei unter dem Kommando des von der Behörde eingesetzten Truppführers der Wehr, Franz Zöttel bis 1945 geführt.
Neuanfang FF Maria Anzbach
Nachdem 2. Weltkrieg musste die Freiwillige Feuerwehr Maria Anzbach erst wiederaufgebaut werden. So wurde aus ehemaligen Wehrmachtsbeständen ein Für Granada angekauft und als Rüstwagen umgebaut. Das Kommando bleib vorerst längere Zeit unbesetzt. Erst bei der dritten Wahlversammlung im Jänner 1946 unter dem Vorsitz des Bürgermeisters August Kraft und des bestellten Kommandanten und späteren Bürgermeister Franz Schoder, wurde Franz Kobold zum neuen Kommandanten und Franz Zöttel zum Stellvertreter gewählt.
Ankauf einer Sirene
Zum üblichen freiwilligen Dienst der Wehr in diesen Nachkriegsjahren wurde ihr noch die Verpflichtung des Feuerwachdienstes während der Erntemonate Juli und August auferlegt. Jede Nacht waren abwechselnd zwei Männer im Streifendienst eingesetzt, wofür sie mit 10 öS entlohnt wurden. Mit dem Geld von diesem Dienst, dass die Männer der Wehr schenkten, wurde 1946 eine Sirene gekauft und auf dem Schlauchturm montiert. Nun war auch die bis dahin mangelhaft gewesene Alarmierung gesichert.
Planung 60-Jahrfeier
1956 konnte der Mannschaftsstand durch Neubeitritte von Rudolf Hack, Gustav Schablauer, Franz Glatzmeier, Leopold Hubauer, Leopold und Karl Gfatter, Josef Weinbub und Josef Hießberger weiter angehoben werden. Für das Jahr 1956 wurden aus Anlass des 60-jährigen Bestandes der Wehr größere Festlichkeiten geplant. Der Bezirksfeuerwehrtag mit Leistungsbewerben sollte abgehalten und das bereits im Umbau befindliche Gerätehaus mit dem nachbeschafften VW-Aggregat eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.
tödlicher Unfall: Kommandant Franz Kobold verstirbt
Am 21. März 1956, bei der Rückfahrt von einem geringfügigen Brandeinsatz in Eichgraben, verunglückte unser damaliger Kommandant und Bezirksfeuerwehrrat Franz Kobold tödlich.Mit allen Ehren, im Beisein des Landesfeuerwehr-kommandanten Karl Traxler, der gesamten Feuerwehren des Bezirkes Neulengbach und einer unübersehbaren Menschenmenge wurde Franz Kobold am 25. März 1956 auf dem Ortsfriedhof zur letzten Ruhe gebettet. Zum Nachfolger als Kommandant wurde Rudolf Sitte und zum Bezirksfeuerwehrrat in den Verband in Neulengbach Franz Glatzmeier gewählt
Einweihung VW-Aggregates
Die geplanten Feierlichkeiten zur Weihe des umgebauten Gerätehauses des neu angeschafften VW-Aggregates, für welches Frau Grete Taußig die Patenschaft übernahm, wurden auf 1960 verschoben und dann auch durchgeführt. 1960 wurde als Rüstfahrzeug ein „Opel-Blitz“ angeschafft und ein Geschenk unser Patin Frau Josefine Baldreich – ein VW-Bus als Mannschaftswagen angekauft.
Neuer Kommandant Rudolf Hack
1968 nach Erreichung der Altersgrenze trat der damalige Kommandant Rudolf Sitte in den Reservestand über. Rudolf Hack wurde zum neuen Kommandanten gewählt und Franz Glatzmeier wurde als Stellvertreter wiedergewählt.
Freiwilligen Feuerwehren werden zu Körperschaft öffentlichen Rechts.
Am 31. Dezember 1969 trat das NÖ-Landesgesetz über die örtliche Feuerpolizei und das Feuerwehrwesen in Kraft. Damit wurden die freiwilligen Feuerwehren Niederösterreichs sowie der niederösterreichische Landesfeuerwehrverband, welche bisher als Vereine organisiert waren, zu Körperschaften öffentlichen Rechts.
Somit wurde auch die bis dato als Verein organisierte Freiwillige Feuerwehr Maria Anzbach zu einer Körperschaft öffentlichen Rechts.
Anschaffung TLF-UNIMOG 1000
1970 mit der Anschaffung des TLF-UNIMOG 1000, dessen Fahrzeugpatin Frau Blauensteiner wurde, wurde der Fahrzeugstand ausgeweitet.
Hochwasserkatastrophe Juli 1975
Die Hochwasserkatastrophe im Juli 1975 war in diesem Zeitraum einer der größten Einsätze. In der Zeit vom 1. bis 9. Juli waren 29 Einsätze erforderlich, bei denen 84 Feuerwehrmänner 643 Arbeitsstunden bei Tag und Nacht im Einsatz standen.
Einweihung Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung (LFB)
1977 bestand der Fahrzeugpark teilweise aus veralteten Fahrzeugen. Lediglich das damalige KDOF und das TLF-1000 waren neu. Somit wurde beschlossen ein neues Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung (LFB) zu beschaffen. In Folge wurde der in Eigenregie umgebaute Volkswagen, der Mannschaftswagen „Opel-Blitz“ und ein TS-Anhänger an andere Feuerwehren verkauft. 1978 war es dann soweit, das neue Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung konnte in den Dienst gestellt werden. Die Kosten des neuen Löschfahrzeuges von 310.000 Schilling wurde jeweils zu einem Drittel von der Feuerwehr selbst, der Gemeinde und dem Land NÖ übernommen.
Gründung Feuerwehrjugend
Da der Mannschaftsstand in jener Zeit eher ab als zu nahm, wurde 1978 eine Feuerwehrjugend gegründet. Die ersten Feuerwehrjugendführer (Anmerkung heutige Bezeichnung lautet Feuerwehrjugendbetreuer) waren Ludwig Fuchs und Rudolf Weinbub. Es traten gleich 7 Burschen der Feuerwehrjugend bei.
1. FF Fest im Zelt
Weiters wurde beschlossen, zur Aufbesserung der Finanzen ein FF-Fest abzuhalten. So wurde ein Zelt angemietet und vom 11. – 15.8.1978 am Trainingsplatz des Sportvereines das erste Zeltfest abgehalten. Dabei wurde das neue Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung durch Pfarrer Johann Fischer geweiht. Die Fahrzeugpatin war Frau Maria Glatzmeier.
Wasserknappheit – Tanklöschfahrzeug 7000
Im Jahr 1979 herrschte Wasserknappheit. Mit dem 1000 Liter fassenden Tanklöschfahrzeug UNIMOG war die Wasserversorgung nur sehr schwer durchführbar. Ein gebrauchtes Tankfahrzeug von der Molkerei Horn konnte, durch die Vermittlung von Kdt-Stv. Michael Lang, angekauft werden. Das Tankfahrzeug wurde von Firma Hötzl zum TLF-7000 feuerwehrmäßig adaptiert und konnte somit 7000 Liter Wasser transportieren.
1. FF – Wandertag
Als eine weitere Finanzierungsquelle für die Feuerwehr, neben dem Zeltfest, wurde am 3. Juni 1979 der erste Wandertag abgehalten. Start und Ziel war das Feuerwehrhaus mit einer
Streckenlänge von 13 km mit 3 Labestellen. Bei günstigem Wetter war es ein voller Erfolg. Und der Grundstein für eine weitere jährliche Veranstaltung der Feuerwehr Maria Anzbach war gelegt.
Einweihung TLF-7000
Vom 15. – 17.8.1980 wurde das 2. FF-Fest abgehalten, bei welchem das TLF 7000 durch Pfarrer Johann Fischer geweiht wurde. Als Fahrzeugpatinnen stellten sich die Zwillingstöchter des Kdt-Stv Michael Lang zur Verfügung.
Brand im Gasthaus am Kohlreith
Brand im Gasthaus am Kohlreith. Die Feuerwehren Maria Anzbach und Altlengbach konnten trotz intensiver Löscharbeiten das Gasthaus nicht retten, es brannte bis auf die Grundmauern ab. Die Brandbekämpfung gestaltet sich schwierig, da in einem angebauten Holzstadel Unmengen von Heu lagerten, wo noch Tage später Glutnester bekämpft werden mussten.
Anschaffung fahrbare Anhängerleiter
Bei der Osteinfahrt von Maria Anzbach wurden Wohnblöcke mit zwei Stockwerken errichtet. Daher brauchte die Feuerwehr eine fahrbare Leiter. Der Fahrzeugstand war damals ein TLF 7000, 1 TLF 1000, ein Kdo-Fahrzeug, 1 LFB und die neue Fahrleiter (18m). Neben der neuen Fahrleiter wurden auch neue Geräte angeschafft, eine Rettungsschere mit Pumpe (zum Freischneiden eingeklemmter Verletzter nach einem Verkehrsunfall), zwei schwere Atemschutzgeräte und ein neuer 3 Tonnen-Greifzug.
Feuerwehrball im Gasthaus Schmied
Zur Finanzierung der Anschaffungen wurde nach langer Zeit wieder ein Feuerwehrball abgehalten. Am 7. Februar 1981 wurde im Gasthaus Schmied (Unter Oberndorf) die Ballveranstaltung ein voller Erfolg.
Brand bei Kameraden Josef Triethaler in Burgstall
Am 20. Juni 1982 brach bei unserem Kameraden Josef Triethaler in Burgstall ein schwerer Brand aus. Ein Stall stand bereits in Vollbrand, es dauerte bis in die Abendstunden, bis die Feuerwehren den Brand unter Kontrolle hatten. Da die Flammen bereits auf Heuvorräte am Heuboden übergriffen, hatten wir schwere Mühe, die Flammen niederzuschlagen und das Wohnhaus zu retten. 3 Stiere und einige Schweine konnten nicht mehr gerettet werden. Die Feuerwehren Johannesberg, Unteroberndorf, Neulengbach und Eichgraben wurden in die Brandbekämpfung miteinbezogen.
Abschnitts-Feuerwehrleistungsbewerb
1983 fanden auch die Feierlichkeiten der Gemeinde Maria Anzbach zu 50 Jahre Markterhebung statt. Am 28. Mai 1983 fanden am Sportplatz in Maria Anzbach die Abschnittsleistungsbewerbe statt, an welchen beinahe alle Feuerwehren des Abschnitts und ebenso viele aus dem Bezirk teilnahmen.
2.350.000 Liter Wasser
Die trockenen Sommer haben 1983 und der vorhergegangenen Jahre der Feuerwehr mit der Wasserversorgung der Betriebe und Haushalte alles abgefordert. Es wurden über 600 technische Einsätze als Wasserversorgungsfahrten gefahren. Dabei wurden 2.350.000 Liter Wasser transportiert. Die Fahrer Michael Lang, Friedrich Ebner, Herbert Hochreiter, Johann Hochreiter, Gottfried Weissmann, Josef Teix, Othmar Künstler und Johann Kaiblinger mussten beinahe täglich neben ihrer beruflichen Tätigkeit die Wasserversorungsfahrten durchführen.
Rücktritt Rudolf Hack
Am 11.11.1983 wurde die Feuerwehr von Kommandant Rudolf Hack in Kenntnis gesetzt, dass er mit sofortiger Wirkung alle seine Funktionen bei Gemeinderat und Feuerwehr zurücklegte. Bis zur Mitgliederversammlung 1984 übernahm Kommandant-Stellvertreter Michael Lang die Kommandanten-Funktion und Hauptbrandmeister Karl Leirer als ältestes aktives Mitglied die Funktion des Kommandant-Stellvertreter provisorisch.
Neuwahl des Kommandos
Bei der Mitgliederversammlung im Jahre 1984 wurde das Kommando neu gewählt. Das neue
Kommando: Kommandant OBI Michael Lang, Kommandant-Stellvertreter BI Johann Kaiblinger Leiter des Verwaltungsdienstes V FRANZ SCHÄFER. Über Antrag wurde der bisherige Kommandant Rudolf Hack zum Ehren Oberbrandinspektor ernannt.
2.169.400 Liter Wasser
1984 wurden wieder 365 technische Einsätze hauptsächlich Wasserversorungsfahrten gefahren und dabei 2.169.400 Liter Wasser transportiert.
Neuwahl Kommando
Am 6. Jänner 1986 wurde das Kommando neugewählt. Kommandant wurde der bisherige stellvertretende Kommandant Johann Kaiblinger. Horst Wagner wurde zum neuen Stellvertreter gewählt. Franz Schäfer blieb Leiter des Verwaltungsdienstes. Michael Lang wurde mit einstimmigem Beschluss zum Ehrenbrandinspektor ernannt.
Anbindung Zentralalarmierungssystem
Abschlossen wurde im September 1986 auch die Einbindung des Abschnitt Neulengbach in das Zentralalarmierungssystem (Einsatzzentrale St. Pölten).
Großbrand Lagerhaus
In der Nacht vom 19. auf den 20. Aug. 1986 brach im Lagerhaus Neulengbach ein Großbrand aus. Die FF Maria Anzbach wurde zur Hilfeleistung gerufen. Insgesamt waren 29 Feuerwehren im Einsatz. Die Aufgabe der FF Maria Anzbach war wegen des starken Funkenfluges die Sicherung der der Molkerei gegenüberliegenden Häuser mit TLF 1000. Das TLF 7000 wurde zur Wasserversorgung der im Brandeinsatz stehenden TLF im Pendelverkehr eingesetzt, das LFB und die TS zum Aufbau einer Relais-Leitung von der großen Tulln. Der Brand war so intensiv, dass die an der Rückseite des Lagerhauses vorbeiführende Westbahn nur eingleisig vorbeifahren durfte.
Reserve
1987 trat der langjährige Leiter des Verwaltungsdienstes Franz Schäfer gesundheitlichen Gründen in den Reservestand über, er blieb vorläufig noch Leiter des Verwaltungsdienstes. Wieder bestellt zum Jugendführer wurde Franz Groß, welcher seinen Wohnsitz wieder in der Gemeinde hatte.
1. Feuerwehrball im Gasthaus Hubauer
Zum ersten Mal fand der Feuerwehrball im neu erbauten Cafe-Restaurant Erwin Hubauer statt. Damit begann eine 33-jährige anhaltende Tradition, welche insgesamt bis 22. Februar 2020 anhielt. An diesen Tag fand der 33. und letzte Feuerwehrball in im Cafe-Restaurant Erwin Hubauer statt.
Ankauf Grundstück für neues (heutige) Feuerwehrhaus
Das Grundstück, auf welchem unser heutiges FF-Haus steht, stand damals im Besitz der Pfarre Maria Anzbach und der Diözese St. Pölten. Am 30. Juni 1987 wurde es an die Feuerwehr Maria Anzbach verkauft.
Bau des neuen (heutigen) Feuerwehrhauses
1988 beginnt der Bau des neuen Feuerwehrhauses. Die Bauarbeiten werden hauptsächlich durch Eigenleistungen der Kameraden der Feuerwehr geleistet. So haben 1987 in ca. 240 Zusammenkünfte insgesamt 713 Mann 8.669 Gesamtarbeitsstunden für den Neubau geleistet. Aber nicht nur die Arbeitsleistung der Mitglieder der Feuerwehr machten den Neubau möglich, sondern auch zahlreiche Spenden der Bevölkerung, welche mit Holzspenden, Geldspenden, Essens- und Getränkespenden und auch Arbeitsleistungen den Neubau des Feuerwehrhauses unterstützten.
Bei dem ganzen Bauvorhaben sind die Kameraden Friedrich Ebner und Karl Leirer die Bauverantwortlichen. Die Verkabelung der elektrischen Leitungen sowie der Zählerkasten wurde unter Anleitung unseres Kdt-Stv Horst Wagner, Wasser- und Kanalinstallationen unter Anleitung des VStv Gerald Löhsel durchgeführt.
Mitgliederversammlung 1989
In der Mitgliederversammlung 1989 legt HBM Josef Teix seine Funktion als Fahrmeister zurück und übernimmt die Funktion des Zugskommandanten, EBI Michael Lang übernimmt wieder die Funktion des Fahrmeisters. Kommandant-Stellvertreter BI Horst Wagner legt seine Funktion aus privaten Gründen zurück. Alfons Grims wird mit 31 Stimmen von
32 Wahlberechtigten gewählt und nimmt die Wahl zum Kommandant-Stellvertreter an.
Einweihung neues (heutiges) Feuerwehrhaus und Segnung umgebauten TLF-7000
Am 10. September 1989 konnte planmäßig das neue Feuerwehrhaus eröffnet werden.
Nach der Feldmesse, welche Geistlicher Rat Pfarrer Johann Fischer zelebrierte, kam es zur Einweihung des neuen Feuerwehrhauses und Segnung des neuen Tanklöschfahrzeuges, wobei Frau Johanna Kaiblinger als Fahrzeugpatin fungierte. An Ehrengästen konnte damals unter anderem Bundesminister Dr Franz Löschnak, Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger, Landesrat Franz Blochberger, Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Walter Michalitsch, Bürgermeister Ferdinand Grauer, Gendarmerie-Abteilungskommandant Hauptmann Obermeier, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Weissgärber und Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Golembiowsky begrüßt werden.
Florianiplakette für Erwin Hubauer
Am Abschnittsfeuerwehrtag 1990 wurde Herrn Erwin Hubauer, für seine langjährige großzügige Unterstützung der Feuerwehr Maria Anzbach, die „Florianiplakette“ überreicht. Die „Florianiplakette“ ist die höchste Auszeichnung, die private Personen von der Feuerwehr überreicht bekommen können.
Neuwahl Kommando
Am 6. Jänner 1991 wurde das Feuerwehrkommando, nach der fünf jährigen Periode neu gewählt. Sowohl OBI Johann Kaiblinger als Kommandant auch Alfons Grims als Stellvertreter wurden wiedergewählt. Zum Ehrenverwalter auf Lebenszeit wird Franz Schäfer ernannt, der die Funktion des Leiters des Verwaltungsdienstes zurückgelegt hat. Neu ernannt als Leiter des Verwaltungsdienstes wurde Alfred Wiesinger.
Übernahme der Räume des Gendarmeriepostens Maria Anzbach
Trotz gegenteiliger Versprechungen des Innenministeriums wird am 31.12.1991 der Gendarmerieposten Maria Anzbach aufgelöst. Heute nutzt die Feuerwehr selbst die Räume.
Einweihung RLF-2000
Beim Feuerwehrzeltfest 1994 wurde als Höhepunkt das neue Rüstlöschfahrzeug durch Geistlicher Rat Pfarrer Johann Fischer gesegnet. Die Patenschaft für das Rüstlöschfahrzeug übernahm Frau Andrea Niemetz aus Götzwiesen. Ganz besonderer Dank wurde auch den beiden Kameraden Fritz Ebner und Karl Leirer ausgesprochen, welche durch ihre freiwillig geleistete Arbeit in über 100 Stunden, das Marterl bei heutigen Unimarkt renovierten. Zusätzlich spendete Gerd Nemetz 1994 die auch noch heute im Betrieb befindliche Abschleppachse.
Schweres Zugsunglück
Am 20. April 1995 um ca. 14:45 kam es zu einem schweren Zugsunglück. Ein Richtung Wien fahrender Güterzug war entgleist, wobei 2 Waggons umgestürzt waren und über beide Bahngleise lagen. Auch das Ladegut (Papierrollen mit 3 Tonnen Gewicht) war verstreut. Personen wurden bei diesem Unfall nicht verletzt oder getötet. Der gesamte Zugsverkehr zwischen Neulengbach und Rekawinkel kam zum Erliegen. Nach insgesamt 135 geleisteten Einsatzstunden von 37 Einsatzkräfte und insgesamt 14 Stunden Einsatzdauer konnte um 5 Uhr am nächsten Tag der Einsatz erfolgreich beendet werden.
Mädchen dürfen zur Feuerwehrjugend
Ab 1.1.1995 konnte nun auch Mädchen der Feuerwehrjugend beitreten. Bereits am 24. Mai 1995 traten die ersten beiden Jugendfeuerwehrfrauen bei Katharina Hackl und Claudia Hochreiter ein. Der Mannschaftsstand der Feuerwehrjugend wuchs auf 20 Personen an. Neue Unterstützung bekam auch der damalige Jugendführer Herbert Ladler durch die Ernennung zum Hilfsjugendführer LM Wolfgang Wiesinger. Ein damaliger Jahreshöhepunkt war sicherlich das in Maria Anzbach abgehaltene Feuerwehrabschnittslager der Jugend, welches bei schönen Wetter im Mai 1995 stattfand.
Feier des ersten Jahrhunderts
Am 11. August 1996 begann die „Feier des ersten Jahrhunderts“ mit einer Feldmesse zelebriert von Pfarrer Hartweger. Als Ehrengäste waren aus der Politik Bürgermeister Franz Allmayer, Mag. Dörreg für die Bezirkshauptmannschaft, Landesrat Michalitsch für das Land Niederösterreich erschienen. Auch Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Köcher, Bezirks- und Landesfeuerwehrkommandant Weissgärber nahmen an der Feier teil. Das neu aufgelegte Buch „Das erste Jahrhundert der Feuerwehr Maria Anzbach“, extra angefertigte Gedenkmünzen und Aufkleber fand bei den Besuchern großen Anklang.
Türöffnung
Das Jahr endete mit einem unschönen Einsatz. Am 12. November 1996 wurde die FF Maria Anzbach zu einer Türöffnung, wegen einer vermutlich verletzten oder toten Person alarmiert. Kurze Zeit später war es Gewissheit, Amtsrat Walter Rotter war, 80-jährig, verstorben. Walter Rotter war als 10-jähriger mit seinen Eltern 1926 von Wien nach Maria Anzbach gekommen. Später trat er der FF Maria Anzbach bei und war nach dem 2. Weltkrieg Mitbegründer und langjähriger Obmann des SV Maria Anzbach. Unter anderem für seine Tätigkeit beim SV Maria Anzbach wurde er als Erster mit dem golden Ehrenrings Maria Anzbach geehrt.
Hochwasserkatastrophe 1997
Im Juli 1997 kam es zu einer Hochwasserkatastrophe. Zwischen dem 7. Juli und 9. Juli hatte die Feuerwehr insgesamt 61 Hochwassereinsätze abzuarbeiten. Insgesamt hatten 49 Mitglieder 963 Einsatzstunden geleistet, in denen Verklausungen, Vermurrungen, Sperren von Straßen und Brücken beseitigt wurden, Tierrettungen, Objektschutz durch Sandsäcke und Auspumparbeiten geleistet wurden.
Segnung TLF-1000
Im Rahmen des Feuerwehrfestes vom 15. bis 17. August 1997 wurde das neue TLF1000 (Unimog) während der Feldmesse vom Geistlichen Rat Fischer gesegnet und anschließend offiziell in den Dienst gestellt. Als Fahrzeugpatin konnte die Ehrenbürgermeisterin Erna Schönbeck gewonnen werden. Erna Schönbeck hatte eine innige Beziehung zur FF Maria Anzbach, Ihr Vater war Gründungsmitglied der privaten Feuerwehr Maria Anzbach gewesen, aus der später die Freiwillige Feuerwehr Maria Anzbach hervorging. Großen Dank wurde auch an den damaligen Wanderverein ausgesprochen, der bei der Finanzierung des TL1000 mit einer Spende von 100.000 Schilling mithalf.
Partnerschaft mit FF Nöchling
Am 6. Jänner 1998 bei der jährlichen Mitgliederversammlung beschloss die Feuerwehr Maria Anzbach eine Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Nöchling einzugehen. Anlass war, dass die beiden Gemeinden Nöchling und Maria Anzbach (nochilinga und amzinzesbach) im Jahre 998 erstmals namentlich in einer Schenkungsurkunde erwähnt wurden, und somit im Jahre 1998 ihr 1000-jähriges Bestehen feierten. Am 28. Juni 1998 fuhr eine Abordnung der FF Maria Anzbach nach Nöchling um dort den ersten Teil der Partnerschaftsfeier zu vollzuziehen.
Großbrand Firma Rehau
Am 24. August 1998 um 5:30 wurden die Feuerwehren mittels Sirene zu einem Brand der Firma Rehau gerufen. Beim Eintreffen der Feuerwehr Maria Anzbach, stand eine Lagerhalle im Vollbrand. Die Feuerwehr Maria Anzbach bekam den Befehl von der Ostseite mit der Brandbekämpfung zu beginnen. Um 13:30 konnte der Einsatz beendet werden, von Seitens der FF Maria Anzbach waren 20 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen im Einsatz
1. Antreten Ausbildungsprüfung “Technische Hilfeleistung”
Am 24. September 1998 gelang der Feuerwehr Maria Anzbach ein großer Erfolg. Als erste Feuerwehr des Abschnitts Neulengbach absolvierte ein Team der Feuerwehr Maria Anzbach die Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“. Im Vordergrund bei dieser Leistungsprüfung steht das sichere und genaue Handhaben der Einsatzgeräte bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Das gesamte Team konnte das Leistungsabzeichen in Bronze erfolgreich erwerben. An der Leistungsprüfung nahmen teil:
BI Grims Alfons
BM Hochreiter Richard
LM Ladler Herbert
HFM Geringer Markus
LM Hornisch Christoph
LM Lang Michael
OLM Jokl Harald
FM Lauber Robert
LM Wiesinger Wolfgang
FM Bäck Bernhard
Befreiung eingeklemmte Personen
Auf der Regennassen Fahrbahn kam es bei Meierhöfen zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein von Richtung Wien kommendes Fahrzeug kam ins Schleudern und schlitterte die Böschung hinunter. Die Lenkerin und der Beifahrer mussten aus dem eingeklemmten Wrack befreit werden. Die Fahrerin erlitt nur leichte Verletzten, der Beifahrer musste mit dem Notarzthubschrauber ins nächste Krankenhaus transportiert werden.
Neubestellung Fahrzeugsmeister
Am 6. Jänner 2001 fand die jährliche Mitgliederversammlung statt. Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Wahl des Kommandanten und dessen Stellvertreter wurde das bisherige Kommando (OBI Johann Kaiblinger und BI Alfons Grims) wiedergewählt. Nach der Wahl erhielt EBI Michael Lang für seine jahrzehntlange Tätigkeit als Fahrzeugmeister großen Dank und Anerkennung. Michael Lang sen. legte an diesem Tag auch die Funktion des Fahrzeugmeister zurück. Als Nachfolger wurde sein Sohn Michael Lang, jun. bestellt.
Jahrhunderthochwasser-katastrophe
2002 ist vielen Menschen, vor allem entlang der Donau, sicher negativ auch in Erinnerung. Ein Jahrhunderthochwasserkatastrophe war eingetreten. Auch die Feuerwehr Maria Anzbach wurde zum Katastropheneinsatz durch den Katastrophenhilfsdienst Neulengbach einberufen. Am 10. August 2002 rückte die FF Maria Anzbach nach Hadersdorf am Kamp aus. Es wurden Auspumparbeiten geleistet wo die Keller und Erdgeschosse der Häuser unter Wasser standen. Am Freitag, den 16.8. kam es zu einer weiteren Einberufung nach Hadersdorf am Kamp. Diesmal wurden Auspumparbeiten in der Kläranlage Hadersdorf bis zum nächsten Tag (17.8.) durch die FF Maria Anzbach geleistet.
Motorradunfälle
Am 29. April 2003 wurde die Feuerwehr Maria Anzbach zu einem tragischen Einsatz auf die Kohlreitstraße alarmiert. Beim damaligen Gasthaus Bergfried kollidierte ein Motorradfahrer mit einem entgegen kommenden Klein-LKW. Der Motorradlenker erlag noch am Unfallsort seinen Verletzungen. Gendarmerie, Rettung und Notarzthubschrauber waren am Unfallsort. Die psychologische Belastung der Einsatzkräfte bei diesem Einsatze war sehr hoch und selbst bei routinierten Kameraden merkte man die Betroffenheit. Am 9. Mai 2003 kam es erneut zu einem schweren Motorradunfall. Nur einem Kilometer entfernt, von der Stelle, wo am 29. April 2003 ein Motorradfahrer sein Leben verlor, überschlug sich ein Motorradfahrer bei einem Überholmanöver mehrmals. Der Lenker des Motorrades wurde mittels Notarzthubschrauber mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus gebraucht.
Rücktritt Kommandant Kaiblinger und Neuwahl
Am 6. Jänner 2004 legte Kommandant OBI Johann Kaiblinger die Funktion des Kommandanten zurück.Als Nachfolger wurde. Leopold Weissmann einstimmig bei der Mitgliederversammlung gewählt. Johann Kaiblinger wurde für seine langjährige Tätigkeit als Kommandant bei der Feuerwehr der Ehrendienstgrad Ehren Oberbrandinspektor verliehen
Asphalt im Kanalsystem
Zu einem längeren Einsatz kam es am 12. Juli 2004. Eine Asphaltiermaschine schob einen Kanaldeckel mit und so konnte Asphalt in den Kanal rinnen. Die Hauptleitung von Maria Anzbach wurde durch den schnell härtenden Asphalt vollständig verstopft. Das Schmutzwasser überflutete die B444 und floss in den Anzbach. Der Abwasserverband musste das Schmutzwasser in eine Rückstaubecken umleiten. Erst dann konnten die Bauarbeiter mittels Presslufthammer den gehärteten Asphalt aus dem Kanal entfernen. Nach ca. 4 Stunden war die Speicherkapazität des Rückhaltebeckens erschöpft. Die FF Maria Anzbach forderte die FF Unter-Oberndorf und FF Eichgraben zur Verstärkung an. Erst mit sämtlich verfügbaren Tauchpumpen konnte das Schmutzwasser in einen Schacht nach der Verstopfung, wieder in den Kanal gepumpt werden. 23 Stunden später war der Kanal wieder frei.
Eröffnung neue Buchbergwarte
Am 29. September 2004 wurde die neue Warte mit einer Gesamthöhe von 22,4 m am Buchberg feierlich eröffnet – über 800 Menschen nahmen an der Eröffnungsfeier teil, die FF Johannesberg und FF Maria Anzbach sorgten dabei für das leibliche Wohl.
Türöffnung
Zu einem traurigen Einsatz kam es am 6. Mai 2005. Die FF Maria Anzbach wurde zu einer Türöffnung mit Menschenrettung zum Haus des Ehrenkommandanten EOBI Rudolf Hack gerufen. EOBI Rudolf Hack war bereits verstorben.
Mitgliederversammlung wegen Einsatz unterbrochen
6.1.2006 während der jährlichen Mitgliederversammlung kam es zu einen Schneeräumeinsatz, ein Schneebrett drohte ein geparktes Wohnmobil zu beschädigen. Nach einer Stunde konnte die Mitgliederversammlung wieder fortgesetzt werden und die gesetzlich vorgeschriebene Wahl des Kommandanten und des Stellvertreters durchgeführt werden. Das amtierende Kommando mit OBI Leopold Weissmann an der Spitze und BI Alfons Grims als Kommandant Stellvertreter wurde bestätigt. Zum Leiter des Verwaltungsdienstes wurde erneut Alfred Wiesinger bestimmt.
Schwerer Verkehrsunfall
7.1.2006 um 3:10 in der Früh wurden die FF Unter-Oberndorf und Maria Anzbach zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person gerufen. Zwei Fahrzeuge kollidierten frontal auf der B44. Gemeinsam mit der Rettung und dem Notarztteam gelang es relativ rasch den Verunfallten zu befreien. Der Schwerverletzte wurde ins Zentralklinikum gebracht. Insgesamt standen 6 Feuerwehrfahrzeuge und 35 Feuerwehrleute im Einsatz.
FDisk geht live
Mit 1.1.2006 kam es in der FF Maria Anzbach im Verwaltungsdienst zu einer Modernisierung. War bis dato alle Aufzeichnungen über die Einsätze, Tätigkeiten, Übungen etc. händisch erfolgt, so wurde, wie bei vielen anderen Feuerwehr in Niederösterreich mittlerweile üblich, das sogenannte FDISK-Programm eingeführt. Damit wurden und werden alle Berichte über Einsätze, Übungen, Veranstaltungen und Tätigkeiten in der EDV erfasst.
psychologisch schwieriger Einsatz
6.2.2006 in den Nachstunden wurde die FF Maria Anzbach zu einem psychologisch schwierigen Einsatz gerufen. Eine ältere Frau stürzte sich im Bahnhof Maria Anzbach vor den Güterzug. Die FF Maria Anzbach wurde zur Ausleuchtung der Unfallstelle geholt. Der Anblick war auch für die routinierten Feuerwehreinsatzkräfte nicht leicht zu verkraften. Die Bestattung barg mit Hilfe der Feuerwehr die sterblichen Überreste.
PKW gegen Stromverteilerkasten
Zu einen zum PKW-Brand mit eingeklemmter Person wurde die FF Maria Anzbach am 25.8.2006 gerufen. Als die Feuerwehr eintraf, war zum Glück keine Person mehr im Fahrzeug. Der Lenker war in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen EVN-Verteilerkasten geprallt. Das Feuer wurde gelöscht. Nachdem ein Mitarbeiter der EVN die Freigabe erteilte, dass die der Strom abgeschaltet war, wurde der PKW geborgen.
Küchenbrand beim Anzbacher Mühlenwirt
Am 18.November 2006 um ca. 21 Uhr kam es beim Anzbacher Mühlenwirt zu einem Küchenbrand. Zufällig im Lokal anwesende Kameraden der FF Maria Anzbach begannen mit dem Feuerlöscher sofort mit der Brandbekämpfung. In der Zwischenzeit wurde Alarm gegeben und mit schwerem Atemschutz konnte der Brand gelöscht und somit der Schaden klein gehalten werden.
1. Antreten in Ausbildungsprüfung “Löscheinsatz”
2006 traten 11 Kameraden der FF Maria Anzbach zur Leistungsprüfung Löscheinsatz an und konnte diese erfolgreich absolvieren. Damit war die FF Maria Anzbach die 2. Feuerwehr im Abschnitt Neulengbach, sich dieser Leistungsprüfung stellte.
5 x erfolgreich absolvierte Feuerwehrmatura (FLA-Gold)
Erfreulicheres gab es am 18. Mai 2007. 5 Kameraden der FF Maria Anzbach schafften die „Feuerwehrmatura“. Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold – die sogenannte Feuerwehrmatura – legten die Kameraden Harald Jokl, Martin Weinbub, Josef Ertl, Roland Reither und Alfons Grims ab.
Schwerer Verkehrsunfall
Erneut zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am 1. Juni 2007. Auf der B44 zwischen Furth und Unter-Oberdorf prallte eine junge Lenkerin mit der rechten Fahrzeugseite in den auf der Gegenfahrbahn fahrenden Wagen mit 5 Insassen. Leider konnte der Notarzt der jungen Lenkerin nicht mehr helfen.
Sturm mit 137 km/h fegt über Maria Anzbach
Gleich mehrere Einsätze bescherte ein schweres Unwetter mit einem Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 137 km/h in der Nach vom 21. Juni auf den 22. Juni 2007. Ein umgestürzter Kirschbaum in der Krones Straße war der erste Einsatz. Der Baum war in der Mitte auseinandergebrochen und blockierte die Straße. Beim Abrücken bemerkte die Einsatzmannschaft, dass ca. 200 Meter weiter oben, ein weiterer Baum über der Straße lag. Auch dieser wurde entfernt. Im Anschluss gab es gleich einen Folgeeinsatz. Die Rauchabzugsklappen beim Unimarkt hatte der Wind gelockert. Sie wurden mit Sandsäcken beschwert. Währenddessen wurden von der FF Maria Anzbach ständig Wasserstands Kontrollen am Anzbach durchgeführt. Plötzlich binnen weniger Minuten stieg der Wasserstand um 1,5 Meter an. Dabei schob eine kleine Flutwelle eine Menge Treibholz mit sich. Das Unwetter beschädigte auch einige Dächer im Gemeindegebiet.
Personensuche
Am 8. September 2007 kam es zu einer langen Suchaktion bei eisiger Kälte. Ein 73-jähriger Mann war seit 6 Stunden überfällig. Um 21:45 wurde die FF Maria Anzbach, FF Neulengbach und 18 Rettungshunde zur Personensuche alarmiert. Um 2 nachts wurde die Suche auf Grund der Dunkelheit eingestellt. Auf dem Rückweg fand ein Suchtrupp der FF Maria Anzbach den Mann. Der 73-Jährige war in sehr guter Verfassung. Im Einsatz standen insgesamt 41 Feuerwehrleute, 18 Suchhunde und 5 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und ein Suchhund der Polizei. Der Einsatz führte auch zu einem Beitrag im österreichischen Fernsehen (ORF)..
Neubestellung des Leiter des Verwaltungsdienstes
Am 6.1.2008 bei der jährlichen Mitgliederversammlung im Gasthaus Hubauer wurde Alfred Wiesinger zum Ehrenverwalter ernannt. Als Nachfolger als Leiter des Verwaltungsdienstes wurde Josef Ertl ernannt. Offiziell verabschiedet wurde auch der langjährige Bürgermeister Franz Allmayer, der seinen Rücktritt als Bürgermeister angekündigt hatte.
Neuwahl Bürgermeisterin
Am 29. Mai 2008 kam es dann zum Generationswechsel und Karin Winter wurde einstimmig vom Gemeinderat zur Bürgermeisterin gewählt. Sie war damit die erste weibliche Bürgermeisterin im Bezirk St. Pölten Land.
Sicherung Buchbergwarte
Am 30.6 2008 wurden die Feuerwehren Unter-Oberndorf & Maria Anzbach zur Buchbergwarte alarmiert. Durch den starken Sturm war eine der drei Verankerungen aus der Halterung gerissen. Die beiden Feuerwehren sicherten die Warte zuerst mit der Seilwinde des Tanklöschfahrzeuges der FF Unter-Oberndorf und dann mit 2 Greifzügen. Die Warte wurde vorläufig gesperrt. Am 2.7. wurde die FF Maria Anzbach wieder zum Buchberg gerufen. Eine bereits abgelöschte Feuerstelle hatte wieder angefangen zu brennen. Die Einsatzkräfte löschten den Kleinbrand in kürzester Zeit.
30 Jahre Feuerwehrjugend
Am 14.10.2008 feierte die Feuerwehrjugend Maria Anzbach ihr 30-jähriges Bestehen. Im Zuge der Feierlichkeiten wurde das neu angeschaffte (noch heute in Verwendung befindliche) Kleinlöschfahrzeug-Allrad in den Dienst gestellt. Dechant Mag. Wilhelm Schuh segnete das neue Feuerwehrfahrzeug während der Feldmesse
Schwerer Rodelunfall
Zu einen dramatischen Einsatz wurde die FF Maria Anzbach am 1.2.2009 gerufen. Die Alarmierung lautete: „Menschenrettung auf der Rodelpiste beim Friedhof“. Ein 16-jähriges Mädchen stürzte mit Ihrem Bob so unglücklich, dass ihr Oberschenkel von einen Stück Holz regelrecht aufgespießt wurde. Nach der Erstversorgung durch den Arbeiter Smariterbund Eichgraben, wurde die Verletzte zum Rettungshubschrauber gebracht.
Altenheim Maierhöfen unter Wasser
Am 2.7.2009 kam es zu einem sehr dramatischen Einsatz. Das Altenheim Maierhöfen wurde überflutet. Am Abend des 2. Julis 2009 kam es um den Kohlreith zu einem schweren Gewitter. Durch die Wassermassen wurde das Altenheim Maierhöfen überflutet. Gegen 20 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Das Wasser stand bereits im Erdgeschoß. Die Wassermassen drücken vom Kohlreith kommend gegen die Südmauer des Altenheimes. Das Personal des Altenheims hatte bereits in den betroffenen Teil mit der Evakuierung der dortigen Bewohner begonnen. Mit Hilfe der Feuerwehr konnte innerhalb von 15 Minuten, 31 zum Teil bettlägerige Personen gerettet und in den sicheren Altbau gebracht werden. Das Wasser hatte unter anderem im Keller massiven Schaden angerichtet. Mit Hilfe mehrerer Feuerwehren aus dem Abschnitt Neulengbach gelang es den Wasserstand im Haus zu senken. Im Keller waren gleichzeitig 7 Tauchpumpen mit einer Leistung von je 1300l /min. im Einsatz. Im Außenbereich waren mehrere Schmutzwasserpumpen eingesetzt, um die Sturzfluten vom Kohlreith kommend abzuleiten. Ein Bagger der Gemeinde zog einen Graben und durch hunderte Sandsäcke wurde ein Damm errichtet. Da die Stromversorgung abgestellt werden musste, wurde von der FF St. Pölten-Stadt ein großes Notstromaggregat angefordert. Die in die Kapelle evakuierten Personen wurden dann von der Feuerwehr in den 1. Stock gebracht. Im Anschluss an den Einsatz wurde um 3 Uhr Früh gemeinsam mit der FF Unter-Oberndorf noch eine Tiefgarage in Unter-Oberndorf ausgepumpt. Bereits um 9 Uhr wurden die FF Maria Anzbach zu weiteren Einsätzen alarmiert.
Schwerer Sturm beschädigt Buchbergwarte
Auch am 23. Juli fegte ein schwerer Sturm über Maria Anzbach. Um 22 Uhr kam es zur Alarmierung – „Blitzschlag und schwerer Sturmschaden auf der Buchbergwarte“. Die Feuerwehren Maria Anzbach und Unter-Oberndorf rückten aus. Die FF Maria Anzbach rückte über den ehemaligen Steinbruch an und die FF Unter-Oberndorf über Johannesberg. Beide Wege zur Buchbergwarte waren durch umgestürzte Bäume versperrt. Als die Feuerwehren nach dem Freiräumen der Wege bei der Buchbergwarte ankamen, konnten der schwere Schaden an der Buchbergwarte festgestellt werden. Ein Drittel des Daches, Teil der Absturzsicherung waren völlig weggerissen. Die Warte hatte eine leichte Schieflage. Das Gebiet um die Warte wurde gesperrt und der Wirtsleute vom Buchberg mussten ihr Gasthaus verlassen. Tags darauf wurden die Warte mit zwei Greifzügen gesichert
Brand in Hof
Am 19. März 2010 kam es zu einer Brandalarmierung nach Hof. Bei Ankunft der Feuerwehr stand bereits ein beträchtlicher Teil des Gebäudes in Brand. 7 Feuerwehren mit insgesamt 71 Einsatzkräften konnten das übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Gebäude verhindern. Beim Wirtschaftsgebäude entstand erheblicher Sachschaden. Menschen sowie Tiere kamen nicht zu Schaden.
Gasexplosion in St. Pölten
Am Donnerstag, den 3. Juni 2010, wurde die FF Maria Anzbach um 20:55 zur Unterstützung nach St. Pölten alarmiert. Es war zu einer Gasexplosion gekommen. Mit der FF Maria Anzbach wurden die Feuerwehr Totzenbach, Neulengbach und Altlengbach alarmiert. Gefragt waren nur Atemschutzträger, um bei der Suche nach vermissten Personen zu helfen. Die FF Maria Anzbach rückte mit 2 Fahrzeugen, 6 Atemschutzgeräte, 13 Atemschutzmasken, 12 Reservefalschen und 13 Einsatzkräften aus. Die Bilder and der Einsatzstelle waren schrecklich. Nach 2 Stunden kam der Einsatzbefehl für die 2 Atemschutztrupps von Maria Anzbach. Feuerwehrmänner trugen händisch die Reste des Hauses ab. Bagger verluden den bereits durchsuchten Schutt auf LKW. Die Gebäude neben der Einsatzstelle sahen aus als wäre eine Bombe explodiert. Fensterstöcke waren herausgerissen, Gartenzäune standen nicht mehr, Autos waren schwer zerstört, der Schutt überall verteilt. Rund um die Einsatzstelle warteten Rettungskräfte, Hundestaffeln sowie die Bestattung auf ihren Einsatz. Im Bereich der Einsatzleitung warteten Übertragungswagen der Fernsehstationen auf die neusten Informationen. Plötzlich wurde es sehr ruhig um die Einsatzstelle. Eine weitere vermisste Person wurde gefunden. Die Polizei sicherte alle Beweise. Danach begann für die Feuerwehrleute der unangenehmste Teil der Arbeit. Sie mussten die leider tödlich verletzte Person aus dem Schutt graben und der Bestattung übergeben. Fast zeitgleich wurde auch auf der anderen Site des Trümmerfeldes eine weitere auch bereits verstorbene Person gefunden. Nach Abschluss der Rettungs- und Bergearbeiten konnte der größte Teil der Einsatzkräfte abrücken
Neues Kommando
2011 war, wie gesetzlich vorgesehen, Wahljahr für die Feuerwehren. OBI Leopold Weissmann trat als Kommandant zurück. Deshalb wurde ein neues Kommando am 6. Jänner 2011 bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus Hubauer gewählt. Zum Kommandanten wurde Josef Ertl gewählt. Zum Kommandantstellvertreter Harald Jokl. Zum Leiter des Verwaltungsdienstes wurde Martin Weinbub ernannt.
Bezirkssachbearbeiter Feuerwehrjugend
Am 10. April 2011 wurde der Leiter des Vewaltungsdienstes V Martin Weinbub vom damaligen Bezirksfeuerwehrkommandanten Dietmar Fahrafellner zum Bezirksfeuerwehrsachbearbeiter Feuerwehrjugend ernannt.
Segung neues Kommandofahrzeug
Am 28. August 2011 wurde das neu angeschaffte Kommandofahrzeug feierlich im Rahmen einer Feldmesse gesegnet und in den Dienst genommen. Als Fahrzeugpatin stellte sich Volksschuldirektorin Ursula Vizdal zur Verfügung.
Dramatischer Einsatz
Zu einem der schwersten Einsätze kam es dann am 5. November 2011. Bei Gleisbauarbeiten auf der Westbahn stürzte ein Zweiwegebagger über eine ca. 30 m hohe Böschung. Der Bagger blieb nach mehrmaligem Überschlag in einem Auffangbecken liegen. Im Führerhaus waren zwei Personen eingeklemmt. Durch das unwegsame Gelände gestalteten sich die Rettungsmaßnahmen sehr schwierig, da sämtliche Rettungsgerät nur zu Fuß oder mittels Traktors zur Unglückstelle gebracht werden konnte. Da die Fahrerkabine sehr stark deformiert war musste diese mittels hydraulischen Rettungsgerät zerlegt werden, um zu den beiden eingeklemmten Personen vorzudringen. Trotz der schnellen Hilfe konnte der anwesende Notarzt nur mehr den Tod der beiden Personen feststellen
Tierrettung
Am 4. Jänner 2012 wurde die FF Maria Anzbach zu einer Tierrettung zum Gut Aichhof alarmiert. Ein Pferd war durch eine kleine Öffnung in eine Zisterne gestürzt. Es stand bis zur Schulter in Gülle und hatte Panik. Die Situation war äußerst gefährlich, da die Decke der Zisterne einsturzgefährdet war. Tierarzt Dr. Friedrich stieg zum Pferd hinunter und beruhigte es. Mit der Hilfe eines Krans gelang es das Pferd heraus zu heben. Die Zisterne musste ständig abgepumpt und belüftet werden. Die Feuerwehren Maria Anzbach, Unter-Oberndorf und Eichgraben waren mit insgesamt 30 Einsatzkräften im Einsatz.
Feuerwehr- und Sicherheitstag
Am 26. August 2012 wurde ein Feuerwehr- und Sicherheitstag auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Maria Anzbach veranstaltet. Neben der Informationsdarbietung der diversen Blaulichtorganisationen beindruckte die Besucher insbesondere die Brandvorführung zum Thema Fettbrand in einer nachgebauten Küche. Besondere Höhepunkt war die Möglichkeit an der Teilnahme eines Hubschrauberrundfluges. Eine sehr große Anzahl der Besucher nutzte die Gelegenheit einmal Maria Anzbach von oben zu sehen. Nicht ganz so hoch, aber immerhin 54 Meter, ging es mit der Teleskopmastbühne der FF St. Pölten Stadt hinauf
5,5 Tonnen Führerschein
Zum ersten Mal erfolgreich absolvierten folgende Teilnehmer die Schulung und Prüfung für B Führerschein für 5,5 Tonnen KFZ:
Alexander Bokor
Hans Peter Ernst
Josef Ertl
Nadine Pint
Franz Putz
Markus Wagner
Wolfgang Wiesinger
Waldbrand durch Blitzschlag
Am 9. August 2013 um 18:32 kam es durch einen Blitzschlag zu einem Großeinsatz der Feuerwehren Maria Anzbach, Unter-Oberndorf und Eichgraben. In der Oskar Kokoschkagasse hatte offensichtlich ein Blitz in den Wald eingeschlagen und dort einen Waldbrand verursacht. Durch die Wucht des Blitzes wurden zwei Wohnhäuser und ein Gartenhaus schwer in Mitleidenschaft gezogen. Sämtliche elektrische Leitungen der Häuser waren durchgeschmort. Die Verteilerkästen waren ebenso schwer beschädigt. Durch das rasche Eingreifen konnte weitere Schäden verhindert werden.
Brandverdacht im Altenheim
Am 3.Dezember 2013 um 4:33 wurde die FF Maria Anzbach zu einem Brandverdacht im Alten- und Pflegeheim Meierhöfen alarmiert. In einem Zimmer gab es einen auffallenden, ungewöhnlichen, nicht zuordenbaren Geruch. Die beiden Bewohnerinnen waren bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus ihrem Zimmer evakuiert worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde sofort mit der Belüftung des Raumes begonnen und die Ursache für den „beißenden“ Geruch gesucht. Schließlich wurde ein Einbaukühlschrank als Ursache gefunden. Er wurde ausgebaut und ins Freie gebraucht. Die Innenverkleidung des Holzes war schon leicht angeschwärzt. Dank dem raschen Einschreiten der Nachtschwester konnte eine größere Katastrophe verhindert werden.
Hilfe der besonderen Art
Hilfe der besonderen Art wurde am 20.12.2014 von FF Maria Anzbach geleistet. Tobias aus Wien, ein aufgeweckter Fünfjähriger, musst sich bereits mehreren schweren Herzoperationen unterziehen und wartete auf ein Spenderherz. Tobias muss Vieles verzichten, unter anderem darf er nur bestimmte Speisen zu sich nehmen. Ein besonderer Wunsch von ihm war, einmal so richtig Feuerwehrmann sein zu dürfen. Als der Kommandant HBI Josef Ertl davon hörte, sagte er sofort zu, diesen Wunsch zu erfüllen. Am 20.12.2014 kam Tobias mit seinen Großeltern ins Feuerwehrhaus nach Maria Anzbach und wurde hier von vielen Mitgliedern der Feuerwehr empfangen. Nachdem ihm die Scheu vor den großen Feuerwehrautos genommen wurde und er überzeugt wurde, dass er bei einem „Einsatz“ ins Feuerwehrauto einsteigen muss, war das Eis gebrochen. Auf einem Einsatz darf man aber nur mit entsprechender Ausrüstung fahren, als bekam Tobias einen Helm und eine Jacke. Kaum war er angezogen, kam auch schon über Funk ein „Einsatz“. Also mussten alle „aufsitzen“ und die Fahrt ging los. Anfänglich war Tobias noch schüchtern, da er von lauter Mitgliedern der Feuerwehrjugend umgeben war. Die Fahrt führte zu einem Mistkübelbrand. Selbst löschen wollte er nicht, aber er gab mit Unterstützung die Befehle und rasch, war der (Übungs-)brand gelöscht. Kaum war der Brand gelöscht, kam der nächste „Einsatz“ über Funk herein. Florian der Stoffbär, war beim Klettern unter einem Garagendach steckengeblieben, also musste Tobias der Feuerwehrmann ihn retten. Der gerettete Bär war natürlich ein Geschenk für Tobias.
Menschenrettung in Hofstatt
14. Mai 2015 um 14:29 wurde Alarm zu einer Menschenrettung in der Hofstatt gegeben. Ein Mann war beim Arbeiten von der Leiter gestürzt und ist Glück im Unglück mit dem linken Fuß in der Leiter hängengeblieben. Die FF Maria Anzbach befreite ihn aus seiner Lage und übergab den Verletzten der anwesenden Rettung. Als Dankbarkeit für die erfolgreiche Rettung trat der Mann der Feuerwehr Maria Anzbach bei und ist bis heute froh Teil der Mannschaft der FF Maria Anzbach sein zu können.
Misthaufenbrand
Am Sonntag, den 9. August 2015, es war ein heißer Tag, gab es um 13:32 Uhr Brandalarm. Alarmierung lautete Kleinbrand in Burgstall, ein Misthaufenbrand. Schon bei der Anfahrt ist die Rauchsäule sichtbar und deshalb wurde vom Einsatzleiter HBI Josef Ertl über die Alarmzentrale die Alarmierungsstufe auf „B3“ erhöht und so werden weitere Feuerwehren alarmiert. Ein Misthaufen, der nur wenige Meter vom Pferdestall entfernt war, stand an der südlichen Seite in Brand. Letztendlich waren 8 Feuerwehren mit insgesamt 170 Einsatzkräfte, das Rote Kreuz, die Sektorstreife der Polizeiinspektion Neulengbach und der Bezirksbrandermittler der Polizei am Einsatzort. Während des Brandeinsatzes wurde eine Suchaktion gestartet. 2 Kinder wurden vermisst, die dann selbständig unverletzt im Elternhaus angekommen sind. Die entlaufenen Pferde wurden wieder eingefangen und den Besitzer übergeben. Dank des raschen Eingreifens der Feuerwehren war es möglich das Stallgebäude zu sichern und den Brand zu löschen.
Webseite www.feuerwehr-mariaanzbach.at
Der Einsatz am 7.20.2015 ist einer von vielen Wasserversorgungsfahrten, welche die FF Maria Anzbach, meist bei trockenen heißen Tagen durchführt. Aber gibt es auch einige Pferde oder Bauernhöfe, wo oft über das ganze Jahr hinweg eine (zusätzlich) Wasserversorgung durch die Feuerwehr notwendig ist. Selbstverständlich ist das so bezogene Wasser zum üblichen Tarif zu bezahlen. Der Wasserversorgungseinsatz am 7.10.2015 – ist eine Erwähnung in der Festschrift wert – weil er der erste Einsatz auf der Homepage www.feuerwehr-mariaanzbach.at ist
Eröffnung Katastrophenlager
Am 18. September 2016, nach fast 2 Jahren Planung und Bauzeit fand die offizielle Eröffnung des Katastrophenlagers und die Weihung des renovierten Feuerwehrhauses statt. Das Katastrophenlager wurde und wird dazu benutzt um Materialien und Geräte für Großeinsätze (z.B. Hochwasser) zu lagern. Im Zuge dieses Bauvorhabens wurde auch das Feuerwehrhaus renoviert. So mussten aufgrund der vielen neuen Mitglieder die Umkleideräume vergrößert werden und auch die stetig wachsende Jugendgruppe bekam neue Räumlichkeiten. Mit über 200 anwesenden Gästen wurde die Eröffnung des Katastrophenlagers und das neu renovierte Feuerwehrhaus gebührend gefeiert.
Sicherheitstag
Am 20. August 2017 organisierte die FF Maria Anzbach auf dem ihrem Gelände einen informativen Sicherheitstag. Die Feuerwehr Maria Anzbach zeigte Geräte und Fahrzeuge, ebenso wurden Brandvorführungen durchgeführt. In einem vernebelten Zelt
konnte erlebt werden, wie sich die Bedingungen bei einem Atemschutzeinsatz
mit schlechter Sicht anfühlen. Ebenfalls vertreten war die Tauchgruppe West des NÖ Feuerwehrtauchdienstes, die in einem wassergefüllten Container mit Sichtfenstern
die Technik der Feuerwehrtaucher präsentierte. Rotes Kreuz Neulengbach und
Arbeiter-Samariterbund Eichgraben zeigten in einer Vorführung die Menschenrettung
aus einem Fahrzeug. Am Informationsstand der Polizei wurde deren Ausrüstung gezeigt und Besucher hatten die Möglichkeit, eine Geschwindigkeitsmessung bei Autos, die auf der Hauptstraße vorbeifuhren, durchzuführen. Ebenfalls mit Informationsständen
und Vorführungen vertreten waren der Landesverband NÖ der Höhlenrettung, der Verein Rettungshunde NÖ, Amateurfunker des Österreichischen Versuchssendeverbandes, der NÖ Zivilschutzverband, ARBÖ und ÖAMTC sowie das psychosoziale Akut-Team NÖ. Ein besonderer Höhepunkt war erneut die Möglichkeit an einem kurzen Rundflug mit einem Hubschrauber Maria Anzbach von oben aus kennenzulernen
Ehrenmitglied “Lisi”
Am 10. Februar 2018 fand der traditionelle Feuerwehrball der FF Maria Anzbach im Restaurant Hubauer statt. Nach dem Eintanzen und der offiziellen Eröffnung des Balls durch Kommandant HBI Josef Ertl folgte ein ausgelassener und unterhaltsamer Ballabend. Bevor um Mitternacht wie gewohnt die große Tombola stattfand, wartete eine große Überraschung auf Elisabeth „Lisi“ Feiler, Wirtin des Anzbach-Stüberls in Hofstatt und Fahnenpatin der Fahne der FF Maria Anzbach. Denn kurz vor der Verlosung der Tombolapreise war ein besonderer Höhepunkt vorgesehen: die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der FF Maria Anzbach. Dies wurde von zahlreichen Mitgliedern der Feuerwehr künstlerisch gestaltet, die ein Lied vorgetragen haben. Das wurde eigens dafür von Irmgard Ertl, der Gattin des Kommandanten, umgetextet. Elisabeth „Lisi“ Feiler bedankte sich sehr herzlich für die Ehren,
insbesondere bei der Verfasserin des Songtextes.
40 Jahre Feuerwehrjugend
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Feuerwehrjugend Maria Anzbach und des 10-jährigen Bestehens des Musikvereines Eichgraben-Maria Anzbach fand eine gemeinsame Feier am 17. Juni 2018 im Feuerwehrhaus Maria Anzbach statt. Nach der Festmesse, zelebriert durch Erzdechant Mag. Wilhelm Schuh, begrüßte der Kommandant Josef Ertl alle Gäste und Ehrengäste. Die Festrede wurde als „Doppelconférence“ von Kommandant Josef Ertl und Jugendbetreuer Alexander Bokor gehalten. Durch die tatkräftige Unterstützung der Feuerwehrjugend bot sich ein sehr lustiger Rückblick der letzten 40 Jahre. Nach dem offiziellen Festakt wurde der Frühschoppen vom Musikverein Eichgraben- Maria Anzbach eröffnet.
Großbrand Tannenhof
Der 6. März 2019 wird wohl sehr vielen Feuerwehrmitgliedern der FF Maria Anzbach in Erinnerung bleiben. Um 21:19 Uhr wurde die FF Maria Anzbach zu einem Brand zum Tannenhof alarmiert. Bei der Anfahrt zum Tannenhof war bereits klar, dass es sich um einen Großbrand handeln musste, weshalb vom Einsatzleiter HBI Josef Ertl bereits auf die höchste Alarmstufe B4 erhöht wurde. Beim Eintreffen stand eine Scheune im Ausmaß von rund 40 mal 15 Meter in Vollbrand. Die danebenstehende Reithalle stand beim Eingangstor ebenfalls in Brand. Sämtliche landwirtschaftlichen Geräte und Stroh bzw. Heu in der Scheune brannten. Durch den Funkenflug infolge des Windes war die Zufahrtsstraße eine einzige Feuerfläche. Der Funkenflug war durch den Wind derart stark, dass auch der gegenüber des Brandobjekts befindliche Reitstall in Gefahr war. Die Bodenfläche des angrenzenden Waldes war auf einer Fläche von ca. 400 m² in Brand. Im Innenhof hatte bereits ein abgestellter Pferdeanhänger zu brennen begonnen und das Feuer drohte auf den angrenzenden Pferdestall überzugreifen. Bei der Erkundung wurde noch festgestellt, dass sich 6 Gasflaschen und ein Öltankraum im seitlichen Teil des Brandobjektes befunden haben. Unverzüglich wurden alle Gasflaschen entfernt und mit dem Schutz aller bedrohten Objekte begonnen. Die Sicherung des Pferdestalles mit 22 Pferden war oberste Priorität im Hofinnenbereich. Unverzüglich wurde mit 2 C‑Rohren diese Sicherung übernommen. Es wurden dadurch alle Pferde gerettet und es bestand in weiterer Folge keine Gefahr für die Tiere. Ein Pkw und weitere Pferdeanhänger wurden im Innenhof ebenfalls aus dem Gefahrenbereich gebracht. Nachdem die weitere Wasserversorgung sichergestellt war, wurde ein umfassender Löschangriff im Hofinnenbereich gestartet. Die Brandintensität konnte rasch reduziert werden. Trotzdem dauerte es dann noch lange bis das gesamte Brandgut auseinandergenommen war, da rund 20 Tonnen Heu und Stroh eingelagert waren. Es wurde niemand verletzt und es kamen keine Tiere zu Schaden. Einsatzende für die Freiwillige Feuerwehr Maria Anzbach war am nächsten Tag, den 7. März, um 16 Uhr. Insgesamt waren folgende Einsatzkräfte beteiligt:
12 Feuerwehren
180 Feuerwehrmitglieder
35 Feuerwehrfahrzeuge
1 Rettungsfahrzeug vom Roten Kreuz Neulengbach
1 Rettungsfahrzeug vom Samariterbund Eichgraben
1 Polizeifahrzeug der PI Neulengbach
1 Polizeifahrzeug Brandermittler
Segung neu renoviertes Millenniumskreuzes am Kohlreith
Am Samstag, den 11. Mai um 15 Uhr, fand die Segnung des neu renovierten Millenniumskreuzes am Kohlreith statt. Erzdechant Mag. Wilhelm Schuh führte die Segnung durch. Zahlreiche Gäste, unter anderem auch Bürgermeisterin Karin Winter, nahmen an der Segnung teil. Die Feuerwehrjugend Maria Anzbach hatte, nach rund 2 Monaten Bauzeit, unter der Leitung der Jugendbetreuer Alexander Bokor dem Platz zu neuem Glanz verholfen.
Ehrenmitglied Erwin Hubauer
Am 22. Februar 2020 fand der 33. und letzte Feuerwehrball der Feuerwehr Maria Anzbach im Cafe-Restaurant Hubauer statt. Nach dem Einzug konnte Feuerwehrkommandat Josef Ertl rund 170 Gäste begrüßen, darunter Bürgermeisterin Karin Winter an der Spitze von einigen Gemeinderäten. Nach den Worten “Alles Walzer” starte der 33. und letzte Feuerwehrball im Cafe-Restaurant Hubauer. Der letzte Feuerwehrball im Gasthaus Hubauer deshalb, weil Erwin Hubauer heuer noch in seinen verdienten Ruhestand tritt. Um Mitternacht warteten schon viele Ballgäste auf die übliche Tombola. Sie mussten sich noch etwas gedulden. Denn zuerst wurde Erwin Hubauer zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Maria Anzbach ernannt und ihm für die vielen Jahre Unterstützung gedankt. Die rauschende Ballnacht endete in den frühen Morgenstunden.
Ausgangsbeschränkungen Coronavirus
26. März 2020 ist das gesamte soziale, gesellschaftliche und erwerbstechnische Leben in Österreich und so auch in Maria Anzbach stark eingeschränkt. Das Coronavirus ist leider auch in Österreich angekommen und so wurden von Seiten der Bundesregierung Ausgangsbeschränkungen erlassen. Auch die Feuerwehren waren betroffen, sämtliche nicht Einsatzbezogene Tätigkeiten der Feuerwehr wurden eingestellt.
ungewöhnliche Wahl des Kommandos wegen Coronavirus
Die traditionelle Mitgliederversammlung der FF Maria Anzbach war leider am Dreikönigstag aus Coronagründen nicht in der gewohnten Art und Weise möglich. Es wurde lediglich eine Wahlversammlung unter Einhaltung sämtlicher Hygienemaßnahmen abgehalten. Zum Feuerwehrkomandanten wurde Josef Ertl wiedergewählt. Zum Feuerwehrkommandantstellvertreter wurde Martin Weinbub gewählt. Der bisherige Feuerwehrkommandantenstellvertreter Harald Jokl trat nach 10 Jahre Dienst als Feuerwehrkommandantenstellvertreter aus persönlichen Gründen nicht mehr an. Harald Jokl erhielt nicht nur Dank und Anerkennung, sondern auch noch ein Geschenk als Erinnerung an seine Funktion. Die Wahl selbst wurde im FF Haus durchgeführt. Jeder Wahlberechtigte konnte in der Zeit zwischen 10:30 und 12:00 seine Stimme abgeben. Hierbei musste jeder eine FFP2 Maske tragen, beim Eingang die Hände desinfizieren und auf dem Mindestabstand achten. Nach der Wahl musste das Feuerwehrhaus umgehend verlassen werden.
Eskalation bei Verkehrsunfall
Am Sonntag, 14. März 2021 spät Nachmittag kam es zu einer Kollision mit mehreren Fahrzeugen (4) – ohne Verletzte – in der Nähe des Zebrastreifens auf der Höhe des Feuerwehrhauses Maria Anzbach. Bei einem der beteiligten Fahrzeuge trat auch Öl aus und verunreinigte die Bundesstraße auf ca. 100 M Länge. Ein Augenzeuge alarmierte die Feuerwehr und Feuerwehrkommandant Josef Ertl eilte zur Unfallstelle.
Als der Feuerwehrkommandant die Hilfe der Feuerwehr anbot, wurde er bedroht und auf die beileidigenste und aggressivste Art beschimpft. Auf die Anfrage, warum die Bundesstraße noch nicht abgesichert wurde und nicht wenigstens ein Warndreieck aufgestellt wurde, warf einer der Beteiligten sogar ein Pannendreieck in Richtung des Feuerwehrkommandanten.
Die Situation drohte zu eskalieren und deshalb rief der Feuerwehrkommandant die Polizei via Notruf zur Hilfe. Nach kürzester Zeit traf eine Funkstreife der Polizei ein. Der Feuerwehrkommandant ging zur Polizeistreife, um die Sachlage zu erklären – hierbei kam es zur nächsten Eskalation. Einer der beteiligten jungen Fahrzeuglenker warf mit einer gefüllten 500 ml Pet-Flasche in Richtung des Feuerwehrkommandanten und Polizei bzw. Polizeifahrzeug, hierbei wurden Polizei und Feuerwehrkommandant mit unflätigen und beleidigenden Worten und Schreien bedacht. Die Aggressivität von zwei beteiligten jungen Fahrzeuglenkern war derart groß, dass sogar eine zweite Polizeistreife nachgefordert wurde. Nach dem Absichern der Einsatzstelle und dem Aufbau des Brandschutzes wurde die Straßenmeisterei verständigt. Im Auftrag der Straßenmeisterei wurde von der Feuerwehr dann Ölbindemittel aufgebracht. Das Ölbindemittel wurde über Auftrag des Straßenmeisters auf der Fahrbahn belassen. Bis zur Beendigung des Einsatzes waren diese zwei Fahrzeuglenker aggressiv und beleidigend.
Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person
In der Nacht am 10.9.2021 gegen 2:30 kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Hauptstraße in Hofstatt am Anzbach. Ein Fahrzeuglenker, welcher aus Eichgraben kommend in Richtung Neulengbach fuhr, kam aus unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab und landete in dem dortigen Hochwasser Rückhaltebecken. Die Feuerwehren Maria Anzbach, Unter Oberndorf und Neulengbach-Stadt, das Rote Kreuz Neulengbach, der Notarzt Neulengbach, der ASB Altlengbach sowie die Polizeistreife der PI Neulengbach wurden alarmiert. Der Lenker war eingeklemmt, aber ansprechbar. Die Menschenrettung wurde gemeinsam mit allen anwesenden Feuerwehr- und Rettungskräften unter Verwendung des hydraulischen Rettungsgerätes durchgeführt. Nachdem der Verunfallte von der Rettung nach St. Pölten, Landesklinikum, abtransportiert und die Exekutive mit der Erstaufnahme des Verkehrsunfalles fertig war, wurde das Fahrzeug geborgen.
Endlich wieder FF-Wandertag
Am Sonntag, den 24. April 2022 fand der Wandertag der Freiwilligen Feuerwehr Maria Anzbach wieder statt. Das Wetter war für das Wandern perfekt geeignet. Zahlreiche Teilnehmer absolvierten erfolgreich die rund 10 km lange Strecke im Gemeindegebiet. Danke an alle Besucher.
Endlich wieder Steckerlfischessen
Am 19. Juni 2022 fand wieder das traditionelle Steckerlfischessen nach einer zweijährigen pandemiebedingten Unterbrechung auf dem Gelände der FF Maria Anzbach statt. Trotz des heißen Tages ließen es sich viele Gäste nicht nehmen, die Steckerlfische, die Palatschinken und die Mehlspeisen bei uns zu genießen.
1. Maria Anzbacher Festbieranstich
Am Samstag, den 27. August 2022 fand der 1. Maria Anzbacher Feuerwehr Festbieranstich statt. Es war ein großartiges Fest.
Ab 15 Uhr trafen über 75 Oldtimer ein. Alte Traktoren, Autos und Motorräder – fast wurde der Platz vor dem Feuerwehrhaus zu eng, konnten bewundert werden. Später erhielten die Fahrer der jeweils nach dem Baujahr ältesten Fahrzeuge einen Pokal. So konnte Erich Zinsmeier mit seinem ältesten Traktor ein Steyr 26er aus dem Jahr 1950 einen Pokal entgegennehmen. Ebenso erhielten Harald Leitgeb vom Oldtimer Club Neulengbach (OCN) für seinen Oldtimer, ein Chevrolet aus dem Jahr 1928 und Andreas Wurst für sein Motorrad ein Puch VZ50 aus dem Jahr 1965 einen Pokal.
Gegen 18 Uhr das Festbierfass durch Frau Bürgermeisterin Karin Winter angeschlagen und das Fest offiziell durch den Kommandanten Josef Ertl eröffnet.
Mit dem Floriani Winterspaziergang ins Neue Jahr
Am Abend des 30. Dezember 2022 fand der erste Floriani Winterspaziergang, der Freiwilligen Feuerwehr Maria Anzbach, statt. Viele nutzten die Gelegenheit in geselliger Runde vom Feuerwehrhaus entlang des Anzbaches zur ersten Begegnungsstation in der Ganghofergasse 18a, geführt von Josef Ertl (Feuerwehrkommandant), zu spazieren. Warme Getränke, Kinderpunsch, Streichbrote und offenes Feuer sorgten für die Stärkung für den weiteren Weg zur zweiten Begegnungsstation in der Lughofgasse 13, bei Roland Reither (Zugskommandant). Auch dort gab es warme Getränke, Kinderpunsch, Streich und Eierspeisbrote und offenes Feuer, sodass der weitere Spaziergang zurück zum Feuerwehrhaus jedem leicht viel. Im Feuerwehrhaus wieder angekommen, ließ man gemeinsam das alte Jahr in gemütlicher Runde bei Punsch und Jause ausklingen
Verunreinigung des Anzbaches durch Gülle
FF Maria Anzbach bekämpfte zusammen mit den Fischereibeauftragten, der Sachverständigen des BH-Journaldienstes, der Exekutive, den Mitarbeiter des Abwasserverbandes, dem Wassermeister von Maria Anzbach, den Bauhofleitern von der Marktgemeinde Maria Anzbach und der Stadt Neulengbach sowie der Bürgermeisterin Karin Winter von Maria Anzbach die sehr starke Verunreinigung des Anzbaches durch Gülle. Alarmierung war am 28.08.2023 um 17:09. Der Anzbach wurde an mehreren Stellen mit Wasser aus dem Hydrantennetz gespeist – umso die starke Verunreinigung zu verdünnen. Einsatzende war am 29.08.2023 um 11:20. Der Sauerstoffgehalt verbesserte sich nun laufend.
Baum über Straße – Weihnachtswunder von Maria Anzbach
Vom den 23.12. bis 25.12. herrschte wieder Sturmwetter – was wiederum zu zahlreichen Einsätze der Feuerwehr führte. Ein fast tragisches Ende hätte ein Routineeinsatz genommen:
Am Samstag, den 23.12. um 18:23 wurde die FF Maria Anzbach zu einem “Baum über Straße” in der Kohlreithstraße alarmiert. Verwunderlich nach Stunden des heftigen Sturmes war diese Alarmierung nicht. Auf der Anfahrt zum Einsatzort krachte ein großer Baum in einer Entfernung von wenigen Meter vor dem Rüstlöschfahrzeug der FF Maria Anzbach auf die Fahrbahn. Der Einsatzort konnte nicht erreicht werden. Eine Person war nun mit ihrem Fahrzeug von Bäumen „umzingelt“ und somit mitten im Gefahrenbereich wegen umgestürzten Baumes eingeschlossen. Glücklicherweise war die Person unverletzt. Die Feuerwehrfahrzeuge wurden aus dem Gefahrenbereich manövriert und der Einsatz abgebrochen. Die „gestrandete“ Person wurde aus dem Gefahrenbereich gerettet und ins FW-Haus mitgenommen. Eine Sperre der L2259 (Kohlreithstraße) wurde veranlasst und durch die Straßenmeisterei und die Polizei Altlengbach durchgeführt. Im Anschluss wurde die Frau Bürgermeisterin informiert. Es grenzt an ein Wunder, dass nicht mehr passiert ist – nicht auszudenken, wenn das Rüstlöschfahrzeug ein paar Sekunden früher ankommt… – offensichtlich wacht Heiliger Florian über seine Floriani Jünger.
Triebwagenbrand im Bahnhof Maria Anzbach
Zu einem Großeinsatz kam es am Nachmittag des 29.05.2024 am Bahnhof Maria Anzbach. Der Rex51 Fahrtrichtung Wien wurde wegen starker Rauchentwicklung im Triebwagen im Bahnhof gestoppt. Die eintreffenden Trupps der Feuerwehr Maria Anzbach haben unter schwerem Atemschutz sofort eine Löschleitung errichtet und den Triebwagen mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Gleichzeitig wurden nochmals alle Abteile des Zuges nach Passagieren durchsucht und vorbeugend das zweite Gleis gesperrt.
Eintreffende Einsatzkräfte des Unterabschnitts Ost haben unterstützende Maßnahmen ergriffen und eine zweite Löschleitung errichtet.
Nachdem nach sorgfältiger Kontrolle im Triebwagen (Starkstrom!) kein Brand festgestellt wurde, wurde das zweite Gleis vom ÖBB-Einsatzleiter wieder freigegeben, der defekte Triebwagen wurde abgeschleppt.
We are the champions – unser Feuerwehrjugend ist die Beste aus dem Bezirk St.Pölten
Bereits beim Abschnittsbewerb vom 18. 5 bis 19.5 sowie bei der Teilnahme am Bezirksbewerb des Tullner Bezirks bewies unsere Feuerwehrjugend ihr Können erzielte sehr gute Platzierungen. Besonders hervorzuheben ist unser jüngster – Hermann Viernstein – machte den hervorragenden 2.Platz mit einer Wahnsinnszeit von 41 Sekunden beim Tullner Bezirksbewerb.
Am 15. Juni fand schließlich in Hain-Zagging der Bezirksbewerb des Bezirks St. Pölten der Feuerwehrjugend statt. Unsere Bewerbsgruppe „Maria Anzbach“ erreichte in Bronze mit großem Abstand den 1. Platz von 22 Gruppen. Beim Silber Bewerb schaffte die Bewerbsgruppe „Maria Anzbach-Neulengbach“ den 1.Platz von 10 Gruppen.
Hochwasserkastatrophe September 2024
Lange in Erinnerung wird wohl die Hochwasserkatastrophe im September 2024 bleiben. Der Wetterbericht meldete für das Wochenende 14./15. September Starkregen und zu erwartende Regenmengen von bis zu 400 l/m2. Deshalb bereiteten wir von der FF Maria Anzbach rund 1000 Sandsäcke vor (11. bis 13.September) – welche vor dem Katlager des Feuerwehrgeländes zur freien Entnahme angeboten wurden.
Dann kam das Unwetter und richtete unglaubliche Schäden an. Der Anzbach wurde zu einem reißenden Fluss trat über die Ufer. Im Zeitraum vom 13. bis 19. September musste die FF Maria Anzbach insgesamt 98-mal ausrücken. Somit wurden innerhalb einer Woche ungefähr so viele Einsätze abgearbeitet wie normalerweise in einem Jahr!
Um die hohe Anzahl an Einsätze bewältigen zu können, wurde eine Einsatzleitung, sowie eine Versorgung im Feuerwehrhaus einrichtet. Viele Kameraden konnten zeitweise gar nicht nach Hause, weil die Brücken über den Anzbach gesperrt waren.
Einer der ersten Einsätze war das Schützen der Sporthalle – wo man zusehen konnte wie das Wasser sehr rasch stieg und den ganzen Fußballplatz überschwemmte. Glücklicherweise hielt die von uns aufgebaute Barriere und somit konnte die Sporthalle gerettet werden.
Neben den 96 Hochwassereinsätzen kam es zu einem B3 Alarm in Eichgraben und einem Schadstoffalarm S1 CO-Alarm in Maria Anzbach. 3 mal kam es auch zu Alarmierungen von Menschenrettungen – welche in unserem Gemeindegebiet glücklicherweise gut ausgingen.
Hurra unser neues Fahrzeugsegnung HLFA‑2 ist da.
Am Sonntag, den 20. Oktober 2024 fand ab 10:30 Uhr die feierliche Segnung des neuen HLFA2 – HilfeLeistungsFahrzeugAllrad‑2 – auf dem Gelände der FF Maria Anzbach statt. Nach der feierlichen Messe, zelebriert durch Pfarrer Erzdechant Schuh, wurde das neue HLFA2 unter Beisein der Fahrzeugpatin Maria Bäck gesegnet.
Wohnhausbrand Hartwichgasse
Beim Eintreffen am Einsatzort stand ein Wohnhaus vom Keller bis zum Dachstuhl in Vollbrand. Die Brandausbreitung passierte vornehmlich auf der Gartenseite des Hauses. Es befanden sich keine Menschen mehr im Haus. Es wurde sofort mit dem Schützen des Nachbargebäudes und der Brandbekämpfung unter Atemschutz begonnen.
Die Freiwilligen Feuerwehren Altlengbach, Dornberg-Geigelberg, Eichgraben, Johannesberg, Neulengbach-Stadt und Unter-Oberndorf rückten zur Unterstützung an. Die Wasserversorgung wurde über einen Hydranten hergestellt. Strom, Gas und Wasserzuleitung zum wurden Haus abgeschaltet.
“Brand aus” konnte um 14 Uhr gegeben werden. Nach einer Kontrolle mittels Wärmebildkamera rückten die Feuerwehren wieder ein.
Insgesamt waren 7 Feuerwehren und in Summe 113 Feuerwehrmitglieder im Einsatz.
Verleihung der Medaillen für den Hochwassereinsatz 2024
Am Abend des 24. April 2025 fand bei der Firma AKRA Karner Düngerproduktion in Neulengbach die Verleihung der Medaillen für die Hochwassereinsätze 2024 an die Feuerwehrkameradinnen und ‑kameraden aus dem Abschnitt Neulengbach statt. Zur Verdeutlichung der damaligen Leistungen die Einsatzstatistik der Hochwassereinsätze (September 2024) aus dem Abschnitt Neulengbach.
Insgesamt wurden 404 Einsätze abgearbeitet. Dabei waren 4.634 Mitglieder im Einsatz, die insgesamt 38.080 Stunden aufgewendet haben.
An der Veranstaltung nahmen 19 Feuerwehren des Feuerwehrabschnitts Neulengbach teil. Insgesamt waren 318 Kameradinnen und Kameraden anwesend, um gemeinsam ihre Anerkennung für den Einsatz zu erhalten.
Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold bestanden
Am Samstag, den 10. Mai absolvierten
LM Wolfgang Wiesinger
LM Andreas Hödl
erfolgreich das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (auch „Feuerwehrmatura“ genannt).
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